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BBK_Bevoelkerungsshutz_Social_MediaMit der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2013 kommt auch in Deutschland endgültig das an, was in anderen Regionen der Welt längst Alltag ist: Social Media wird zur Informationsquelle und organisiert Hilfen.

Wie Organisationen des Bevölkerungsschutzes mit Social Media gut darauf reagieren können, ist Thema in der aktuellen Ausgabe von „Bevölkerungsschutz“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Und weil ich manche Dinge gerne in Händen halte (und ich die Ausgabe noch verteilen werde), habe ich gleich fünf Hefte bestellt.

Katja Evertz, Referentin für Social Media beim BBK, antwortete darauf:

Liebe Katja, der Bitte komme ich (wie angekündigt) sehr gerne nach!

Grundlegendes zum Einstieg

Katja Evertz macht den Auftakt des Schwerpunktthemas und führt auf charmante Weise in einem Aufgalopp alle wichtigen (= prominenten) Social Media Kanäle ein.

Social Media im Bevölkerungsschutz in der weiten Welt

Den inhaltlichen Einstieg macht Timo Lüge mit einem Blick über den Tellerrand in die weite Welt hinein. Könnte hier noch der ein oder andere sagen: „Was schert es mich, ob das in Haiti funktioniert“, bauen die folgenden Beiträge geschickt eine Brücke in die alltägliche Arbeit in Deutschland.

Social Media und Recht im Bevölkerungsschutz

Was wäre Social Media ohne die ewigen Rechtsunsicherheiten? – Welche rechtlichen Besonderheiten gerade für den Krisenstab im Einsatzfall auftreten und wie man mit ihnen umgeht erklären drei MitarbeiterInnen des BBK, Julia Zisgen, Julia Kern und Stefan Voßschmidt, sehr anschaulich.

Risiko- und Krisenkommunikation im Zeitalter des Web 2.0

Welcher Öffentlichkeitsarbeiter begegnet ihr nicht mit einem gewissen Respekt? – Der Risiko- und Krisenkommunikation. Ganz besonders in Zeiten der Social Media Plattformen. Hier setzt ein Artikel der WissenschaftlerInnen Dr. Saskia Steiger, Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiller und Dr. Lars Gerhold, vom Forschungsform Öffentliche Sicherheit (Berlin) an: Sie appellieren für Sachlich- sowie Ehrlichkeit, eine Trennung von PR und Risiko- bzw. Krisenkommunikations-Elementen sowie klare Kompetenzen.

Der Blick nach Deutschland

Und dann geht es erstmals dahin, wo es für mich am spannendsten wird – In die praktischen Beispiele im deutschen Bevölkerungsschutz!

Social Media und das Hochwasser in Deutschland 2013

Anknüpfend an Timo Lüges Artikel nehmen die zwei Mitarbeiterinnen des BBK , Julia Zisgen und Julia Kern, Deutschland und sein Hochwasser 2013 unter die Lupe: stichprobenhaft haben sie die Nutzung von Facebook während dieses Ernstfalls untersucht.

Aus anderer Sicht, der Sicht der Helfer, beleuchtet ein Artikel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) die Sozialen Medien beim Fluteinsatz. Eine schöne Ergänzung außerhalb des eigentlichen Schwerpunktbereichs.

Ein Blick hinter den THW-Auftritt in den Sozialen Medien

„Wir machen mal Facebook.“ – So fängt in vielen Verbänden der Umgang mit Social Media statt. Auch beim Technischen Hilfswerk (THW), so berichtet Tamara Schwarz, begann es recht „unbedarft“. Doch dann machte das THW das, womit es vielen zum Vorbild werden kann: es formulierte ein klares Konzept für seine Social Media Aktivitäten. Chapeau – Das lädt zum Nachahmen ein!

Das Team MV (DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern) in Social Media

Spannend fand ich auch den Einblick in das Team MV beim DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Dieses ist ein Verbund von Laienhelfern, die mit ihren persönlichen Fähig- und Fertigkeiten und ohne spezielle Ausbildung helfen.
Der ehemalige Beauftragte für das Team MV, Robert Jonas, brachte für mich in seinem Interview treffend auf den Punkt wie ich mir unser Verständnis von Social Media im Bevölkerungsschutz wünsche:

„Als einen essentiellen Nutzen von sozialen Medien sehe ich die breite Streuung in der Bevölkerung und bei den Helfern“.

Das kann und will ich, bei allem Wissen auch um die Risiken, nur unterstreichen. Nehmen wir es als Bereicherung an – und sehen wir auch immer, für welche Bereiche des Bevölkerungsschutzes Social Media wann am besten eingesetzt werden kann.

Do-it-yourself im Bevölkerungsschutz

In den beiden vorhergehenden Artikeln bewegten wir uns von einer Bundesanstalt über einen Laienverbund, angesiedelt an einem Verein, um nun bei der Aktivität von Privatpersonen anzukommen: Beim Hochwasser 2013 gab es auf private Initiative Krisenkarten.

Große Aufmerksamkeit wurde diesem Phänomen in einem Google Werbespot gezollt:

Fazit

Und jetzt? – Kann ich nur eine absolute Leseempfehlung abgeben. Wer auch immer mit Social Media, PR oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den verschiedenen Hilfsorganisationen, in den Krisenstäben oder in den Behörden zu tun hat, findet hier zahlreiche Anregungen.

Allen (egal ob sie für das Themenfeld formal zuständig sind oder nicht), die sich unsicher sind, wie Social Media und Bevölkerungsschutz zusammenpassen, lege ich das Heft ebenfalls an’s Herz. Social Media im Bevölkerungsschutz ist anders als Social Media in Unternehmen – hier gibt es das, was ich sonst häufig lange suchen muss: fundierte Informationen und Einblicke von Praktikern aus erster Hand.

Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen; in diesem Schwerpunktheft werden alle fündig.

Die ausführlichen Literaturlisten am Ende der einzelnen Artikel ermöglichen es, tiefer in die Materie einzutauchen. Der eigenen Recherche steht also nichts im Wege.

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