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„Fortbildung fängt nicht erst nach dem Studium an!“ Das ist zumindest meine Einstellung zum Lernen für die berufliche Praxis. Deshalb suche ich mir immer wieder bewusst Angebote außerhalb des universitären Rahmens und bereite mich somit auf das Berufsleben vor.

Doch auch innerhalb der Universität finden sich Angebote: so z.B. die studentische Statistikberatung inStatistics der Sektion Methodenlehre und Statistik an der Fakultät für Sozialwissenschaft.

So schön das Studium auch ist, aber für die praktischen Erfahrungen und Qualifikationen sind wir Studenten selbst verantwortlich. Damit nicht jeder wieder bei Null zu suchen beginnt, stelle ich hier einige von mir absolvierte Fortbildungen und meine Erfahrungen damit in loser Reihenfolge vor.

inStatistics: Grundlagen der Datenanalyse, Schwerpunkt SPSS

Es war nie mein Lieblingsfach – genau gesagt habe ich mit der Statistik im Studium gekämpft.  Ich hatte die ein oder andere Verständnisschwierigkeit, dennoch hatte ich immer die Einsicht, dass es gut ist zu wissen, wie man statistische Auswertungen fährt oder auch Statistiken richtig liest.

Ersteres jedoch wird im Studium zwar angerissen, mir fehlte aber die praktische Anwendung: immer wieder wurde auch in den Statistik-Veranstaltungen betont, wie wichtig die Grundkenntnisse mindestens einer Statistiksoftware seien.

Also stand für mich alsbald nach der bestandenen Statistikklausur fest: da will ich auf jeden Fall tiefer einsteigen, möchte Programmkenntnisse gewinnen. Doch welches der drei angebotenen Programme „R“, „Stata“ oder „SPSS“ ist denn nun das richtige für mich? – „SPSS ist in der freien Wirtschaft immer noch am verbreitetsten, dessen Kenntnis bei der Jobsuche durchaus entscheidend sein kann“, hörte ich von Sozialwissenschaftlern, die bereits im Berufsleben stehen.

Gesagt, getan: Bereits im November meldete ich mich für den Kurs an. Der Kurs war anscheinend heiß begehrt, wie sich an der Warteliste zeigte. Glücklicherweise konnte ich aber direkt einen der 20 Teilnehmerplätze ergattern.

Überblick über Statistikprogramme und eine Auswahl von Datensätzen

Zu Beginn des Seminars gab es einen kurzen Überblick über die wichtigsten Statistikprogramme in Forschung und Wirtschaft: neben SPSS auch die beiden bereits oben erwähnten Programme „R“ und „Stata“. Außerdem stellten uns die Referenten einige zumeist frei zugängliche Datensätze vor, die wir bei Haus- und Abschlussarbeiten im Bereich der Gesellschaftswissenschaften verarbeiten können. Im Fokus lag der Vergleich von SPSS zu anderen Softwareprodukten bezüglich Leistung, Kosten und Nutzbarkeit sowie die praktischen Analysepotenziale der Datensätze aus Sicht von Studenten.

Von der Theorie in die Praxis

Anschließend formulierten wir eine Forschungsfrage sowie zugehörige Hypothesen für unsere Datenanalyse mit dem ALLBUS (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften), verschafften uns einen groben Überblick über den Datensatz und wählten geeignete Variablen zur Beantwortung bzw. Überprüfung der Forschungsfrage bzw. -hypothesen aus.

Daran anknüpfend betrachteten wir die ausgewählten Variablen deskriptiv und führten notwendige Rekodierungen bzw. Transformationen durch, um die Hypothesen im nächsten Schritt testen zu können.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in SPSS begaben wir uns in die Praxis, sodass wir über die wichtigsten Kenntnisse in Bezug auf Programmstruktur, -aufbau, -funktion und -bedienung verfügen. Einführung heißt aber nicht, dass uns nur das Programm erklärt worden wäre: Nein, vielmehr konnten wir die Datenauswertung selbst an den vorhandenen PCs fahren, sodass es gleich zu einer eigenen praktischen Anwendung von SPSS kam.

Fazit

Ich kann jedem den Kurs nur empfehlen: wer auch immer empirisch arbeiten möchte, gleich ob in der Forschung oder in Unternehmen, kann hier erste Schritte in einem Statistikprogramm machen und grundlegende Hard-skills erwerben. Natürlich leben diese Kenntnisse auch von der weiteren Anwendung des Programms: Es heißt also dranbleiben!

Als Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme besteht die Wahl zwischen dem Teilnahmenachweis und der zusätzlichen Bearbeitung eines Aufgabenblattes, das zu einem Zertifikat führt.

Neben dem Kurs mit Schwerpunkt SPSS werden auch die Schwerpunkte „R“ und „Stata“ angeboten.

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