Schlagwörter

, , , , , , ,

Foto: Mike Springob

Foto: Mike Springob

Am vergangenen Montag (30. März 2015) lud die „Deutsche Gesellschaft für Social Media und Technologie im Bevölkerungsschutz“ (DGSMTech) zu einem organisationsübergreifenden Workshop in die Bergische Universität Wuppertal ein.

Über einen Bekannten auf das Angebot hingewiesen, machte ich mich als Mitglied des Teams Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Kreisverband Witten auf den Weg nach Wuppertal. Schließlich bieten sich (noch) nicht viele Angebote zum Thema Social Media und Technologie im Bevölkerungsschutz. Außerdem war ich gespannt auf den Austausch über Organisationsgrenzen hinweg: Nach meinen positiven Erfahrungen beim Non-Profit-Camp galt es hier wieder eine solche Gelegenheit zu nutzen.

Social Media und Bevölkerungsschutz – ein spannendes, aber nicht einfaches Thema

Der Workshop des erst im November 2014 gegründeten Vereins DGSMTech fand in den Räumen des Lehrstuhles „Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit“ der Bergischen Universität Wuppertal statt. Nach kurzen Begrüßungsworten durch Prof. Dr.-Ing. Frank Fiedrich als Lehrstuhlinhaber und die Präsidentin der DGSMTech, Julia Zisgen, ging es an die inhaltliche Arbeit: Alle ca. 18 Anwesenden konnten „Session“-Vorschläge machen, über die anschließend abgestimmt wurde.

Ich selbst schlug eine Session zum Thema „Social Media Guidelines“ vor, die auf großes Interesse stieß: eine dreiviertel Stunde wurde eifrig über Für und Wider diskutiert, Sachstände verglichen und Anregungen sowie Erfahrungen ausgetauscht.

Im Anschluss ging es mit spannenden Themen weiter: von Risiko- und Krisenkommunikation bei Veranstaltungen im Freien bis hin zur Twitternutzung von Polizei und Feuerwehr bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt a. M. Auch die Frage, wie bzw. ob überhaupt wir Social Media in Stabsübungen einbinden und wie wir Social Media monitoren können, beschäftigten uns in kurzen Vorträgen und angeregten Diskussionen.

Besonderes Highlight der Veranstaltung war sicherlich die Session zu Flugdrohnen im Bevölkerungsschutz, bei dem uns Stefan Martini zwei dieser Flugobjekte vorführte – und auch auf die rechtlichen, dem Einsatz im Bevölkerungsschutz eher kritisch gesonnenen, Rahmenbedingungen aufmerksam machte.

Flugdrohne

Flugdrohne

Es bleibt festzustellen: Fragen rund um Social Media und Technologie im Bevölkerungsschutz sind aktuelle, deren Antworten derzeit aber noch mit einigen Fragezeichen versehen sind. Wir müssen schauen, was da kommt, ohne nur Beobachter sein zu wollen – Vielmehr müssen wir uns den neuen Möglichkeiten stellen, um up-to-date bleiben zu können.

Fazit eines spannenden #dgsmtech-Tages

Ich freue mich auf die Wiederholung eines solchen Workshops – schließlich brennt das Thema ja irgendwo allen zumindest etwas auf den Nägeln! Ich würde mich allerdings über eine größere Organisationsvielfalt freuen: diesmal waren neben alleine acht Rotkreuzlern einige wenige Feuerwehrvertreter, zahlreiche Vertreter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bzw. dessen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) sowie eine Vertreterin der Bundespolizei vertreten. Mir fehlten da doch noch so einige: wie das Technische Hilfswerk (THW), aber auch die Johanniter-Unfallhilfe, der Malteser Hilfsdienst oder der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Die wissenschaftliche Seite des Themas war durch zwei Mitarbeiter des Fachbereiches an der Bergischen Universität Wuppertal sowie Prof. Dr.-Ing. Fiedrich gut vertreten.

Aber da die DGSMTech noch in den Kinderschuhen steckt, bin ich sicher, dass das beim nächsten Mal kein Problem mehr ist. Ich komme gerne wieder!

Advertisements