Logo Museum für Kommunikation FrankfurtAls Medienwissenschaftlerin lässt mich meine Leidenschaft für „Alles rund um Medien“ selten los: So auch bei einem Tagesausflug nach Frankfurt, den ich ganz dieser Leidenschaft widmete.
So stattete ich dem Museum für Kommunikation in Frankfurt der „Museumsstiftung Post und Telekommunikation“ einen Besuch ab – und war sowohl von der Dauerausstellung als auch den beiden aktuellen Sonderausstellung „Netze des Krieges“ und „In 80 Dingen um die Welt“ begeistert.

Mediengeschichte der Kommunikation

Die Dauerausstellung hat ihren Schwerpunkt auf der Geschichte der Kommunikation. Herrlich für mich als Medienwissenschaftlerin all diese Gerätschaften mal live und in Farbe sehen zu können – nicht nur vom Buch in den Kopf. Ob preußischer Lichttelegraf, Hughes-Telegraf, unterschiedliche Radiogeräte seit den Anfängen oder Fernseher – alle bekannten, aber auch die weniger bekannten technikgeschichtlichen Schritte waren zu sehen.

Kuba Komet 1223 SL

Kuba Komet 1223 SL, Kuba-Imperial, Wolfenbüttel, 1960/61

Mir macht sowas jedenfalls viel Spaß: Ich kenne diese Geräte entweder gar nicht oder nur aus der Literatur. Umso wichtiger, dass diese entscheidenden technischen Schritte hier auch für die junge Generation erlebbar werden.

In vielen Bereichen ist die Dauerausstellung jedenfalls wirklich „Ausstellung“ mit vereinzelten interaktiven Elementen – Ich habe diese jedenfalls nicht vermisst, könnte mir aber vorstellen, dass andere dieses weitgehende „Vitrinenbetrachten“ doch eher als anstrengend empfinden.

Netze des Krieges

Hughes-Telegraf

Hughes-Telegraf, Siemens & Halske, nach 1858

Kommunikation im Ersten Weltkrieg – als erster Medienkrieg ein entscheidendes Merkmal. Deshalb beleuchtet die kleinere der beiden Sonderausstellungen in einem kurzen Abriss die Neuerungen in der Militärkommunikation bzw. der Kommunikation mit der Heimatfront. Von Telefon, Heliograf, Telegraph, Kino und Liebesgaben bzw. Feldpost bis zu Meldetauben und -hunden werden hier Kommunikationswege aufgezeigt.

Für einen ersten Einstieg sehr gut, wurde mir hier zu viel einfach nur angerissen. Da habe ich doch aus der deutlich größeren Ausstellung „Krieg und Propaganda 14/18“ in Hamburg oder aber auch der ähnlich kleinen, aber sehr fokussierten Ausstellung „Extraausgabe –!“ in Wien mehr Input erhalten.

In 80 Dingen um die Welt

Die größere Sonderausstellung „In 80 Dingen um die Welt“ erzählt anhand der Jules Vernes’schen Geschichte die Expansion der Kommunikationsmittel Telegraf und Post am Ende des 19. Jahrhunderts.

Sehr anschaulich nimmt sie die Besucher mit in vergangene Zeiten und andere Länder – der Interaktionsgrad ist durch einen „Reisepass“ gesichert: Diesen kann man an den verschiedenen Stationen abstempeln lassen.

Fazit

Mir hat der Vormittag mit einem Ausflug in die Mediengeschichte sehr viel Spaß gemacht – Neues entdecken und in Erinnerungen schwelgen war hier beides möglich. Wer immer sich für Post- und Kommunikationsgeschichte interessiert ist hier richtig. Ich empfehle das Museum für Kommunikation Frankfurt auf jeden Fall gerne weiter!

Museum für Kommunikation Frankfurt

Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11–19 Uhr

Eintritt

Eintritt ab 6 Jahre: 1,50 Euro
Eintritt ab 16 Jahre: 3 Euro

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